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Nebenkostenabrechnung

Nebenkosten steuerlich absetzen

19.02.2019

... wie Mieter Steuern sparen

Als Eigentümer oder Mieter können Sie Aufwendungen für Arbeiten in Haus oder Wohnung steuerlich absetzen. Dies gilt auch für Arbeiten, die sie nicht selbst in Auftrag gegeben haben.


Auch Lohnkosten werden steuerlich begünstigt. Das sind zum Beispiel Kosten für Hausmeister, Schornsteinfeger oder für die Wartung des Aufzugs oder die Gartenpflege.

Welche Mietnebenkosten kann ich absetzen?

Sie können nicht nur die Rechnung des von Ihnen beauftragten Handwerkers in seiner Steuererklärung angeben. Zusätzlich auch die von Arbeitskosten, die Sie über die Nebenkostenabrechnung bezahlt haben. 20 Prozent der anfallenden Arbeitskosten können direkt von der Steuerschuld abgezogen werden.


Beispiel: Würde der Arbeitskostenanteil der Nebenkostenabrechnung für Gartenpflege, Hausreinigung und so weiter 400 Euro jährlich betragen, könnte der Mieter 80 Euro von seiner Steuerschuld abziehen. Aber: Die Steuervergünstigung bekommen Sie nur, wenn Sie Lohn- bzw. Einkommenssteuer zahlen.

D.A.S. Rechtsschutz für Mieter, Vermieter und Eigentümer

Nicht die Materialkosten

Das Finanzamt akzeptiert nur die reinen Arbeits- und Fahrtkosten. Nicht begünstigt sind die Kosten für das Material. Der Vermieter ist verpflichtet, die Lohnkostenanteile in der Betriebskostenabrechnung getrennt auszuweisen oder eine entsprechende separate Bescheinigung zu erstellen.


Dies ist nicht unproblematisch, da einige Versorgungsunternehmen und Abrechnungsdienste die Arbeitskosten nach wie vor nicht getrennt ausweisen.

Gesetzliche Grundlagen

Schon seit 2003 können Sie haushaltsnahe Dienstleistungen im Haushalt steuerlich geltend machen (§ 35 a des Einkommensteuergesetzes). Seit 2006 besteht diese Möglichkeit auch bei den Arbeitskostenanteilen der Nebenkostenabrechnung unabhängig vom Auftraggeber.


Es gibt jedoch Grenzen: Der Steuerabzug ist nur bis zu einer gewissen Höchstsumme der Aufwendungen pro Jahr möglich.


Hier eine Übersicht der geltenden Grenzen:
  • Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse (Haushaltshilfe, Pflege): Hier können Sie bei Aufwendungen bis zu 20.000 Euro 20 Prozent absetzen, höchstens 4.000 Euro.

  • Geringfügig beschäftigte Haushaltshilfen: Hier können Sie bei Aufwendungen bis 2.550 Euro 20 Prozent absetzen, höchstens 510 Euro.

  • Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen:
    Hier können Sie höchstens 20 Prozent des Arbeitslohns bis zu einer Höchstgrenze der Aufwendungen von 6.000 Euro geltend machen. Dies ergibt eine Steuervergünstigung von bis zu 1.200 Euro im Jahr.

Sie müssen dem Finanzamt die Originalrechnung des Handwerksbetriebs mit aufgeschlüsselten Arbeitskosten sowie den Bankauszug mit der entsprechenden Abbuchung vorlegen.



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